Seniorin mit Betreuerin im eigenen Zuhause

Wohnen im Alter - Welche Wohnformen gibt es?

Besonders im Alter sind das eigene Zuhause und das unmittelbare Wohnumfeld ein wichtiger Faktor für die Lebenszufriedenheit. Nach Angaben des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend verbringt mehr als die Hälfte der Senioren über 20 Stunden pro Tag in den eigenen vier Wänden.

Doch wie kann ein selbstbestimmtes und würdevolles Altern im eigenen Zuhause gelingen? Und welche Alternativen gibt es? Wir geben Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Wohnformen im Alter und was dabei zu beachten ist.

Der Favorit: Die eigene Wohnung oder das eigene Haus

Betreuerin und Seniorin zu Hause

„Eine alten Baum verpflanzt man nicht“- so sagt der Volksmund und spricht aus, was sich die meisten Senioren wünschen: weiter in der vertrauten Wohnumgebung bleiben zu können, auch und gerade bei Pflegebedürftigkeit. Und dieser Wunsch ist gelebte Realität, denn rund 70 Prozent aller pflegebedürftigen älteren Menschen werden in ihrem eigenen Zuhause versorgt.

Damit der Verbleib im privaten Haushalt gelingen kann, empfehlen wir Ihnen folgende Aspekte zu beachten:

Entspricht die Wohnung oder das Haus den aktuellen Bedürfnissen des älteren Menschen?

Schauen Sie sich die Häuslichkeit einmal aus der Senioren-Perspektive an: Gibt es Stolperfallen wie lose Kabel oder dicke Teppiche? Sind die Räume ausreichend hell beleuchtet? Stellen Türschwellen oder Treppen ein Hindernis dar? Oftmals kann schon mit wenigen Maßnahmen die Sicherheit der Wohnumgebung verbessert werden. Wussten Sie, dass die Pflegekassen Maßnahmen zur Wohnraumanpassung mit bis zu 4.000 Euro bezuschussen?  Wir beraten Sie sehr gerne dazu und können Ihnen über unseren Partner Seniovo einen Rundum-Sorglos-Service für alle Umbaumaßnahmen anbieten. Sprechen Sie uns an!

Gibt es ehrenamtliche Dienste oder ambulante Pflegedienste in der Nähe, die bei den alltäglichen Haushaltstätigkeiten unterstützen können?

Die Erledigung des Haushalts ist oft der erste Bereich, in dem ältere Menschen Unterstützung benötigen, noch lange bevor eine echte Pflegebedürftigkeit vorliegt. Schwere Einkäufe tragen, Getränkekisten schleppen oder das tägliche Kochen – überlegen Sie am besten gemeinsam mit dem älteren Menschen, wobei Hilfe am sinnvollsten ist und wie sie realisiert werden kann.

Falls bereits eine Pflegebedürftigkeit vorliegt: Haben Sie schon über die Inanspruchnahme eines ambulanten Pflegedienstes nachgedacht?

Der Pflegedienst hilft beispielsweise bei der täglichen Körperhygiene und unterstützt auch in Haushaltsdingen. Die Kosten dafür werden von den Pflegekassen übernommen.

Auf der Website der gemeinnützigen Stiftung ZQP (Zentrum für Qualität in der Pflege) können Sie gezielt nach Beratungsangeboten rund um das Thema Pflege in Ihrer Region suchen.

Haben Sie ein Zimmer in der Wohnung oder im Haus frei?

Es gibt nur eine Versorgungsform im Alter, die dauerhaft eine 1:1 Betreuung gewährleistet: Die sognannte 24h Betreuung durch eine Betreuungsperson, die während der Betreuung mit in den Haushalt des hilfsbedürftigen Menschen einzieht. Die Betreuerinnen oder Betreuer kümmern sich um den kompletten Haushalt und übernehmen bei Bedarf auch die Grundpflege. Der große Vorteil dieses Modells ist, dass für den älteren Menschen stets ein Partner für den täglichen sozialen Austausch und die aktivierende Betreuung da ist. So wird Vereinsamung und sozialer Isolation vorgebeugt. Gerade wenn Angehörige nicht in der Nähe wohnen oder beruflich sehr eingespannt sind, ist die Betreuung in häuslicher Gemeinschaft eine große Entlastung.

Auf diese Weise ist ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben im eigenen Zuhause auch bei zunehmender Pflegebedürftigkeit möglich.

Linara gehört laut Stiftung Warentest (Heft 05/20917) zu den „besten Vermittlern für Betreuungskräfte“ aus Osteuropa. Wir beraten Sie sehr gerne zur Betreuung im eigenen Zuhause und vermitteln Ihnen eine passende Betreuungsperson. Sprechen Sie uns an - wir helfen Ihnen!

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Wir beraten Sie stets kostenlos und unverbindlich! Füllen Sie jetzt unseren Fragebogen zur Betreuungssituation aus und erhalten Sie ein individuelles Preisangebot für die Betreuung Ihres Angehörigen!

Für Junggebliebene: Wohngemeinschaften für Senioren

Eine „Senioren-WG“ ist die ideale Wohnform für ältere Menschen, die Gesellschaft und Unternehmungen mit Gleichgesinnten suchen. Im Grunde gleicht diese Wohnform der bekannten Studenten-WG: Mehrere Personen teilen sich eine Wohnung und nutzen gemeinschaftlich die Küche. Die Senioren in einer Wohngemeinschaft entscheiden gemeinsam über die Inanspruchnahme von Pflege- oder Haushaltsdiensten. Diese Wohnform bietet ein hohes Maß an Selbstbestimmung und ist in der Regel deutlich günstiger als das Einzelwohnen.

Doch erfordert es von den Bewohnern die Bereitschaft zur gegenseitigen Rücksichtnahme und eine gewisse Konflikt- und Diskussionsbereitschaft, denn wie bei jungen Leuten, kann es natürlich auch bei Senioren zu zwischenmenschlichen Verstimmungen kommen.  Zudem ist das Angebot an geeigneten, möglichst barrierearmen Wohnungen derzeit noch begrenzt.

Es gibt Internet-Portale, die bei der Suche nach einer Senioren-WG helfen können, dazu zählt beispielsweise: www.senioren-wg-finden.de

Mit Familienanschluss: Mehrgenerationen-Häuser

Diese Wohn- und Lebensform gewinnt langsam aber stetig immer mehr Anhänger. In einem Mehrparteien-Haus wohnen Alt und Jung Seite an Seite und unterstützen sich gegenseitig. Als Senior hat man weiter seine eigene Wohnung und damit Privatsphäre, kann aber im Bedarfsfall auf Unterstützung der anderen Hausbewohner zählen. Umgekehrt sollte man auch bereit sein, sofern es der Gesundheitszustand erlaubt, die Familien beispielsweise bei der Kinderbetreuung zu unterstützen. In vielen Städten und Gemeinden wird diese Wohnform finanziell gefördert und es entstehen Modell-Projekte.

Das Portal „Zuhause im Alter" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bietet umfassende Informationen und Beratungsangebote zu gemeinschaftlichem Wohnen im Alter.  

Die Kombi-Lösung: Betreutes Wohnen

Diese oft auch als „Service-Wohnen“ bezeichnete Wohnform verbindet die Vorteile einer eigenen seniorengerecht gestalteten Wohnung mit bedarfsgerechten Pflegeleistungen und Betreuungsangeboten aus einer Hand. Durch die anderen Mitglieder in der Wohnanlage können soziale Kontakte erhalten und gefördert werden und doch kann man sich jederzeit in die eigenen vier Wände zurückziehen. Die Pflegeleistungen werden ganz individuell „gebucht“ und können so dem jeweiligen Betreuungsbedarf angepasst werden.

Fragen Sie bei Wohnungsbaugesellschaften oder Genossenschaften in Ihrer Region nach Angeboten für Betreutes Wohnen oder lassen Sie sich im Pflegestützpunkt vor Ort dazu beraten.

Bei der Suche nach einer solchen Wohnform sollten Sie beachten, dass der Begriff „Betreutes Wohnen“ nicht geschützt ist und es somit keine verbindlichen Qualitätsstandards gibt.

Daheim im Heim?

Nur rund 30 % aller pflegebedürftigen älteren Menschen werden in stationären Einrichtungen versorgt. Die meisten Senioren bevorzugen eine Betreuung Zuhause oder in anderen Wohnformen. Doch gerade bei fortgeschrittener Pflegebedürftigkeit oder schwerer Demenz kann eine stationäre Unterbringung sinnvoll und unumgänglich sein. Viele Ältere haben Angst vor einem Umzug ins Seniorenheim. Und in der Tat: Ein Pflegeheim kann Fluch oder Segen sein. Das Angebot ist sehr unübersichtlich und es gibt viele verschiedene Einrichtungsformen von einfach bis luxuriös.

Besuchen Sie in Frage kommende Einrichtungen immer persönlich und lassen Sie sich die Räumlichkeiten genau zeigen. Versuchen Sie einige Stunden dort zu verbringen und die Atmosphäre aufzunehmen: Wie ist der Umgangston mit den Bewohnern und der Mitarbeiter untereinander? Riecht es unangenehm? Werden Ihre Fragen gerne beantwortet oder als „Belästigung“ empfunden?

Gute Hilfe bei der Auswahl eines Pflegeheimes finden Sie beispielsweise im AOK Pflege Navigator oder auf www.pflege.de.

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